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Parodontose – Parodontologieicon-parodontologie

Was ist Parodontose? Was kann man dagegen tun?

Durch „Parodontose“ wird die Befestigung der Zähne derart gelockert, dass sie schließlich ausfallen. Wie bei allen Erkrankungen so gilt auch bei der Parodontose: Je früher man sie entdeckt, desto geringer ist der Schaden und desto besser kann man durch eine Behandlung helfen.

Wie entsteht „Parodontose“?

Um die Ursachen der Parodontose verstehen zu können ist es notwendig, ein wenig über die Art der Befestigung der Zähne im Kiefer zu wissen. Ein Zahn steckt nicht im Kieferknochen wie ein Nagel im Brett, sondern die Zahnwurzel ist durch unzählige Fasern elastisch in ihrem Knochenfach aufgehängt (Abb. 1). Diese Einrichtung, die dem Zahn wie ein Stoßdämpfer eine gewisse Beweglichkeit verleiht, nennt man den Zahnhalteapparat oder das Parodont.

Jeden Zahn umgibt dort, wo er den Kiefer verlässt, eine Zahnfleischtasche. Darunter versteht man den Spalt, der zwischen dem Zahn und dem Zahnfleisch besteht. Wenn dieser Bereich gesund ist, so umschließt er den Zahn wie eine Manschette und verhindert das Eindringen von Bakterien. Wenn nun das hier herrschende Gleichgewicht gestört wird, so kommt es zunächst zu einer Entzündung der Schleimhaut und später auch des Zahnhalteapparates. Die entzündlich bedingte Parodontalerkrankung ist also vor allem ein Problem der Hygiene im Bereich der Zahnfleischtasche.

Wenn es erst einmal zu einer Vertiefung der Zahnfleischtasche gekommen ist, so ist ein Teufelskreis in Gang gekommen, der ohne Behandlung nur mehr schwer auszugleichen ist: In der vertieften Tasche kommt es zu immer mehr unhygienischen Ablagerungen, die Reinigung wird immer schwieriger, die Entzündung nimmt zu, die Tasche wird noch tiefer usw. Schließlich wird auch der Knochen soweit abgebaut, dass es zu einer Lockerung des Zahnes kommt, welche zunimmt, bis der Zahn abgestoßen wird. Die Abbildung zeigt die ersten Zeichen einer Parodontitis: Aufgequollenes, tiefrotes Zahnfleisch, das leicht blutet.

Es gibt noch andere Formen der Parodontalerkrankungen, die jedoch sehr selten sind.

Kann man Parodontose heilen?

Diese Frage kann man nicht eindeutig mit ja oder nein beantworten, denn die Heilungsaussichten sind sehr stark davon abhängig, wie weit fortgeschritten die Erkrankung ist. Durch regelmäßige, vorbeugende Untersuchungen wird man also am ehesten vor einer Parodontose geschützt sein.

Was aber, wenn bereits Schäden am Zahnhalteapparat eingetreten sind?

Auch hier gibt es heute viele Möglichkeiten zu helfen, die alle das Ziel haben einem weiteren Fortschreiten der Erkrankung Einhalt zu gebieten, um die sonst unausweichliche Folge – den Zahnverlust – zu vermeiden oder zumindest möglichst weit hinauszuschieben.

In einigen Fällen gelingt es zwar bereits verloren gegangenen Knochen wieder aufzubauen, häufig ist dies jedoch nicht möglich. So besteht das Prinzip der Behandlung der entzündlich bedingten Parodontose darin, wieder Voraussetzungen zu schaffen, die eine gute Mundhygiene ermöglichen.

Mundhygiene kann man lernen!

Genauso wichtig wie diese Behandlung ist jedoch auch die vom Patienten durchzuführende Mundhygiene, die sich häufig an speziellen Verhältnissen ausrichten muss. Das Erlernen der jeweils sinnvollsten Mundhygiene ist deshalb Bestandteil der Behandlung. Die Betreuung muss lebenslang erfolgen, am besten in einem Präventionsprogramm, sonst ist die ganze Behandlung vergeblich.

Zahnärztlicher Notdienst Bayern
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